IgE-Antikörper: Unterschied zwischen den Versionen
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Von allen Antikörper-Isotypen wurde IgE als letzter, erst 1966, von dem Ehepaar Kimishige und Teruko Ishizaka entdeckt, da sie in sehr geringen Konzentrationen vorkommen. Während IgG1-Antikörper typischerweise in Konzentrationen um 9 mg/ml Serum vorkommen, so liegen die IgE-Konzentrationen bei ca. 300 ng/ml Serum. IgE-Antikörper sind die einzigen Antikörper, die überwiegend zellgebunden vorliegen. | Von allen Antikörper-Isotypen wurde IgE als letzter, erst 1966, von dem Ehepaar [https://de.wikipedia.org/wiki/Ishizaka_Kimishige Kimishige] (*1925) und [https://de.wikipedia.org/wiki/Ishizaka_Teruko Teruko Ishizaka] (*1926) entdeckt, da sie in sehr geringen Konzentrationen vorkommen. Während IgG1-Antikörper typischerweise in Konzentrationen um 9 mg/ml Serum vorkommen, so liegen die IgE-Konzentrationen bei ca. 300 ng/ml Serum. IgE-Antikörper sind die einzigen Antikörper, die überwiegend zellgebunden vorliegen. | ||
Das IgE hat die Fähigkeit, sich über [https://de.wikipedia.org/wiki/Fc-Rezeptor Fc-Rezeptoren] an [https://de.wikipedia.org/wiki/Mastzelle Mastzellen] oder [https://de.wikipedia.org/wiki/Basophiler_Granulozyt basophile Granulozyten] zu binden und dort über Jahre hinweg im Körper zu bleiben. Bindet es ein [[Allergen]], so veranlasst es die Mastzelle, Stoffe auszuschütten, die eine [[Allergie]] auslösen – hauptsächlich [[Histamin]]. Eine weitere wichtige Rolle spielt es bei der Abwehr von Parasiten und Würmern. Man geht von einer durch [https://de.wikipedia.org/wiki/Eosinophiler_Granulozyt eosinophile Granulozyten] vermittelten, IgE-abhängigen [https://de.wikipedia.org/wiki/Zytotoxizit%C3%A4t Zytotoxizität] aus. Es macht unter 1% aller Immunglobuline des Körpers aus und hat die typische Form des Y, ähnlich wie das [[IgG]] oder das [[IgD]], aber einen längeren Stamm. | Das IgE hat die Fähigkeit, sich über [https://de.wikipedia.org/wiki/Fc-Rezeptor Fc-Rezeptoren] an [https://de.wikipedia.org/wiki/Mastzelle Mastzellen] oder [https://de.wikipedia.org/wiki/Basophiler_Granulozyt basophile Granulozyten] zu binden und dort über Jahre hinweg im Körper zu bleiben. Bindet es ein [[Allergen]], so veranlasst es die Mastzelle, Stoffe auszuschütten, die eine [[Allergie]] auslösen – hauptsächlich [[Histamin]]. Eine weitere wichtige Rolle spielt es bei der Abwehr von Parasiten und Würmern. Man geht von einer durch [https://de.wikipedia.org/wiki/Eosinophiler_Granulozyt eosinophile Granulozyten] vermittelten, IgE-abhängigen [https://de.wikipedia.org/wiki/Zytotoxizit%C3%A4t Zytotoxizität] aus. Es macht unter 1% aller Immunglobuline des Körpers aus und hat die typische Form des Y, ähnlich wie das [[IgG]] oder das [[IgD]], aber einen längeren Stamm. |
Aktuelle Version vom 1. Oktober 2017, 21:14 Uhr
Immunglobulin E} (IgE) ist ein Antikörper, der in erster Linie [https://de.wikipedia.org/wiki/Endoparasiten Endoparasiten abwehren soll. Er ist auch verantwortlich für Allergien.
Von allen Antikörper-Isotypen wurde IgE als letzter, erst 1966, von dem Ehepaar Kimishige (*1925) und Teruko Ishizaka (*1926) entdeckt, da sie in sehr geringen Konzentrationen vorkommen. Während IgG1-Antikörper typischerweise in Konzentrationen um 9 mg/ml Serum vorkommen, so liegen die IgE-Konzentrationen bei ca. 300 ng/ml Serum. IgE-Antikörper sind die einzigen Antikörper, die überwiegend zellgebunden vorliegen.
Das IgE hat die Fähigkeit, sich über Fc-Rezeptoren an Mastzellen oder basophile Granulozyten zu binden und dort über Jahre hinweg im Körper zu bleiben. Bindet es ein Allergen, so veranlasst es die Mastzelle, Stoffe auszuschütten, die eine Allergie auslösen – hauptsächlich Histamin. Eine weitere wichtige Rolle spielt es bei der Abwehr von Parasiten und Würmern. Man geht von einer durch eosinophile Granulozyten vermittelten, IgE-abhängigen Zytotoxizität aus. Es macht unter 1% aller Immunglobuline des Körpers aus und hat die typische Form des Y, ähnlich wie das IgG oder das IgD, aber einen längeren Stamm.
Anhang
Anmerkungen