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=== EKG bei Hirntod === | |||
"Häufig kommt es trotz zahlreicher therapeutischer Massnahmen zu einer zunehmenden Insuffizienz des Systemkreislaufs und dadurch zur Schädigung von Organen, die zur Transplantation vorgesehen sind."<ref>Carin Merget: EKG-Veränderungen bei dissoziiertem Hirntod mit besonderer Berücksichtigung der PQ-Zeit. (med. Diss.) Hamburg 1978, 1.</ref> | |||
Um die Kreislaufverhältnisse bei Hirntod zu studieren, wurden Versuche mit Hunden angestellt, bei denen zuvor der Hirntod erzeugt wurde. So konnten im Jahr 1973 die Veränderungen zahlreicher hämodynamischer und metabolischer Parameter bei cerebralem Kreislaufstillstand publiziert werden.<ref>Carin Merget: EKG-Veränderungen bei dissoziiertem Hirntod mit besonderer Berücksichtigung der PQ-Zeit. (med. Diss.) Hamburg 1978, 1.</ref> | |||
Bereits 1960 wurde von A. J. Brink eine Arbeit mit dem Begriff "cerebro-cardiales System" und 1965 von F. W. Eichmann et al. zu "encephalogenen Herzstörungen" veröffentlicht, aber erst Y. G. Drory et al. veröffentlichte eine Arbeit, die das [[EKG]] bei Hirntoten näher untersuchte. Carin Merget untersuchte genauer das [[EKG]] an hirntoten Hunden.<ref>Carin Merget: EKG-Veränderungen bei dissoziiertem Hirntod mit besonderer Berücksichtigung der PQ-Zeit. (med. Diss.) Hamburg 1978, 2.</ref> | |||
Aktuelle Version vom 18. Dezember 2018, 20:22 Uhr
Das EKG (Elektrokardiogramm) ist die Aufzeichnung der Summe der elektrischen Aktivitäten aller Herzmuskelfasern mittels eines Elektrokardiografen. Das EKG trägt im Deutschen auch die Bezeichnung "Herzspannungskurve".
Jeder Kontraktion des Herzmuskels geht eine elektrische Erregung voraus, die im Normalfall vom Sinusknoten ausgeht. Über das herzeigene elektrische Leitungssystem aus spezialisierten Herzmuskelzellen läuft sie zu den übrigen Herzmuskelzellen. Diese elektrischen Spannungsänderungen am Herzen kann man an der Körperoberfläche messen und im Zeitverlauf aufzeichnen. Es ergibt sich ein immer wiederkehrendes Bild der elektrischen Herzaktion. Mit dem EKG lassen sich vielfältige Aussagen zu Eigenschaften und Gesundheit des Herzens treffen. Zu beachten ist, dass das Oberflächen-EKG nur die elektrische Aktivität des Herzmuskels anzeigt, nicht jedoch die tatsächliche Auswurfleistung widerspiegelt.
EKG bei Hirntod
"Häufig kommt es trotz zahlreicher therapeutischer Massnahmen zu einer zunehmenden Insuffizienz des Systemkreislaufs und dadurch zur Schädigung von Organen, die zur Transplantation vorgesehen sind."[1]
Um die Kreislaufverhältnisse bei Hirntod zu studieren, wurden Versuche mit Hunden angestellt, bei denen zuvor der Hirntod erzeugt wurde. So konnten im Jahr 1973 die Veränderungen zahlreicher hämodynamischer und metabolischer Parameter bei cerebralem Kreislaufstillstand publiziert werden.[2]
Bereits 1960 wurde von A. J. Brink eine Arbeit mit dem Begriff "cerebro-cardiales System" und 1965 von F. W. Eichmann et al. zu "encephalogenen Herzstörungen" veröffentlicht, aber erst Y. G. Drory et al. veröffentlichte eine Arbeit, die das EKG bei Hirntoten näher untersuchte. Carin Merget untersuchte genauer das EKG an hirntoten Hunden.[3]
Anhang
Anmerkungen
Einzelnachweise
- ↑ Carin Merget: EKG-Veränderungen bei dissoziiertem Hirntod mit besonderer Berücksichtigung der PQ-Zeit. (med. Diss.) Hamburg 1978, 1.
- ↑ Carin Merget: EKG-Veränderungen bei dissoziiertem Hirntod mit besonderer Berücksichtigung der PQ-Zeit. (med. Diss.) Hamburg 1978, 1.
- ↑ Carin Merget: EKG-Veränderungen bei dissoziiertem Hirntod mit besonderer Berücksichtigung der PQ-Zeit. (med. Diss.) Hamburg 1978, 2.