Gesa Lindemann

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Die Grenzen des Sozialen

Gesa Lindemann veröffentlichte im Jahr 2001 das Buch: "Die Grenzen des Sozialen".[1] Darin schreibt sie:

Die Bedingung für das gehäufte Auftreten des Zustandes, der heute als Hirntod bezeichnet wird, waren die Erfolge der Reanimation und der sich etablierenden Intensivmedizin. (106)

Vor Einführung der künstlichen Beatmung durch Björn Ibsen gab es keine Hirntote, da jeder Hirntote für die Aufrechterhaltung seines Blutkreislauf zwingend eine künstliche Beatmung benötigen, denn ein Kennzeichen des Hirntodes ist der irreversible Ausfall der Eigenatmung. Daher kann nicht von "gehäuften Auftreten" die Rede sein.
Es waren auch nicht "die Erfolge der Reanimation", die zu den Hirntoten geführt haben, sondern die Einführung der künstlichen Beatmung.

Die Einführung des Hirntodkonzepts trifft also nicht auf eine Situation, in der die jahrhundertealte Tradition gegolten hätte, die jetzt umgestürzt würde, eher wurde eine vertrauenserweckende Unsicherheit durch eine neue Sicherheit ersetzt. (107)

Die sicheren Todeszeichen (Totenflecken und Todesstarre) wurden erst um das Jahr 1900 allgemein als sichere Todeszeichen anerkannt. Der Herz-Lungen-Tod musste durch die ersten erfolgreichen Reanimationen Ende des 18. Jh. als sicheres Todeszeichen aufgegeben werden. Es gibt keine "jahrhundertealte Tradition" der Todesfeststellung.

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Anhang

Anmerkungen


Einzelnachweise

  1. Gesa Lindemann: Die Grenzen des Sozialen. Zur sozio-technischen Konstruktion von Leben und Tod in der Intensivmedizin. Frankfurt 2001.