Christian Orth

Aus Organspende-Wiki
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Christian Greinert

Christian Greinert (15) fuhr mit seinem Fahrrad auf seinem Schulweg, als er von einem Auto angefahren wurde, das von einer jungen Autofahrerin gelenkt wurde. Sein Herz setzte aus, doch der Notarzt konnte es mittels Elektroschock wieder zum Schlagen anregen. Ein Rettungshubschrauber flog ihn in die Medizinische Hochschule Hannover (MHH).

Die Mediziner sagten zu den Eltern klar, dass Christian schwer verletzt ist und es wenig Hoffnung auf Rettung gibt. Seine Mutter, Renate Greinert, hoffte auf ein Wunder. Christian trug keine starken äußerlichen Wunden. Ein Schnitt in der Lippe, ein aufgeschürfter Wangenknochen und eine Schürfwunde im seitlichen Stirnbereich. Mehr war nicht zu sehen.

Für die Eltern schien Christian tief und fest zu schlafen. Er wurde künstlich beatmet. Sein Körper war warm.

Nachdem sich der Verdacht auf Hirntod aufdrängte, wurde eine HTD durchgeführt. Dies wurde bestätigt. Christian war hirntot. Damit wurde den Eltern die Frage gestellt, ob sie einer Organentnahme zustimmen würden.[Anm. 1] "Da waren die drängenden Hinweise des Arztes, dass ein anderes Kind sterben müsse, wenn ich nicht zustimme", so Renate Greinert. Sie stimmten zu. "Mein Sohn ist recycelt worden, über Europa verteilt, angeboten wie Ware", sagte Renate Greinert.[1]

Zur Bestattung wurde Christian Greinert nach Wolfsburg überführt. Seine Mutter, Renate Greinert, wollte ihn fünf Tage später beim Bestatter noch einmal sehen. Der Bestatter riet davon ab, denn er habe sich sehr verändert. Auf ihr Drängen hin öffnete er den Sarg. Christians Augen fehlten. Ein Schnitt "zog sich von seiner Kinnspitze bis tief in den Ausschnitt seines Hemdes".[Anm. 2]

Auf diesen Schrecken hin forderte Renate Greinert die Akte von ihrem Sohn Christian an. Dadurch erfuhr sie, dass man ihm Herz, Leber, Nieren und die Augen sowie ein Beckenkammknochen entnommen hatte. "Unser Einverständnis zu einer Organentnahme war ungefragt zu einer Multiorganentnahme ausgeweitet worden."

Im Nachhinein kamen Zweifel am Hirntod. Für Renate Greinert ist der Hirntod nicht der Tod des Menschen.

Die ihr angebotene Hilfen waren für Renate Greinert nicht hilfreich. Erst bei Schamanen[Anm. 3] fand sie für sie passende Antworten: Ihr Sohn Christian sei ein Opfer der Transplantationsmedizin geworden, die selbst eine moderne Form von Kannibalismus sei.


Anhang

Quellen

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.organspende-im-dienste-der-wartenden-page1.4810c674-b152-46ae-bee5-4e6751e202cb.html Zugriff am 18.7.2015.


Anmerkungen

  1. Renate Greinert beschreibt unter http://www.transplantation-information.de/hirntod_transplantation/hirntod_kritik_dateien/kirche_organspende_kritik/renate_greinert_kao_kirchentag_2005.htm die ganzen Gedanken und Gefühle, die ihr während dieses Gespräches durch den Kopf gingen.
  2. Weshalb noch der Hals aufgeschnitten wurde, ist unverständlich. Es ist nicht notwendig, dass bei einer Organentnahme der Hals aufgeschnitten wird.
  3. Renate Greinert war 2015 im Vorstand des Schamanischen Netzwerks Europa. Siehe: http://www.schamanisches-netzwerk-europa.de/qualitaetskriterien/der-vorstand/52-renate-greinert.html Zugriff am 22.7.2015.

Einzelnachweise