YVxY: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Organspende-Wiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 32: Zeile 32:
|-
|-
|1 ||Professor Talar meint: Komapatienten sollen so wenig wie möglich sich selbst überlassen bleiben.  
|1 ||Professor Talar meint: Komapatienten sollen so wenig wie möglich sich selbst überlassen bleiben.  
||
||Das mag ja stimmen, aber Komapatienten sind keine Hirntoten (siehe: [[Koma und Hirntod]]). Zudem gilt in Polen der Hirnstammtod und in [[D/A/CH]]der Gesamthirntod (siehe: [[Hirntod]].
|-
|-
|3 ||In der Folgezeit erfahren die Eltern von ähnlichen Fällen, in denen die Patienten schon für eine Organentnahme vorgesehen waren. Sie kontaktieren die Betroffenen. Zu ihrem Erstaunen erzählen alle die gleiche Geschichte.  
|3 ||In der Folgezeit erfahren die Eltern von ähnlichen Fällen, in denen die Patienten schon für eine Organentnahme vorgesehen waren. Sie kontaktieren die Betroffenen. Zu ihrem Erstaunen erzählen alle die gleiche Geschichte.  
||
||Da die Eltern in der Reportage Polnisch sprachen, ist davon auszugehen, dass sie nur in Polen weitere Betroffene kontaktiert haben.
|-
|-
|4 ||Die Frage nach Organentnahme hatte bei scheinbar aussichtslosen Fällen System.
|4 ||Die Frage nach Organentnahme hatte bei scheinbar aussichtslosen Fällen System.
||
||Das mag in Polen so gewesen sein, in Deutschland ist es durch das 4-Augen-Prinzip gar nicht möglich. In [[D/A/CH]] wird nicht in ausichtslosen Fällen um Organspende angefragt, sondern bei Hirntod, bei Gesamthirntod.
|-
|-
|4 ||Das Fernsehen ist gekommen und hat ein Interview mit der Chefärztin gemacht. Sie hat gesagt, Schuld seien Computerfehler. ... Computerprogramme, die dazu da sind, um über Überlebenschancen von Patienten zu taxieren, gibt es bereits. Die Gefahr besteht, dass das Programm und nicht der Arzt entscheidet letztendlich über Leben und Tod.  
|4 ||Das Fernsehen ist gekommen und hat ein Interview mit der Chefärztin gemacht. Sie hat gesagt, Schuld seien Computerfehler. ... Computerprogramme, die dazu da sind, um über Überlebenschancen von Patienten zu taxieren, gibt es bereits. Die Gefahr besteht, dass das Programm und nicht der Arzt entscheidet letztendlich über Leben und Tod.  
||
||Die Ärztin und Hirntod-Gegnerin Regina Breul forderte für die Hirntoddiagnostik immer wieder neuere Anlagen, wie z.B. MRT und PET, so auch auf dem Jahreskongress der [[DSO]] am 12.11.2013. Prof. Eckhard Nagel legte auf diesem Kongress dar, dass auch neue Geräte keine höhere Sicherheit über den Hirntod bringen, wie ein Szintigamm. Die tragende Säule der Hirntoddiagnostik ist und bleibt die klinische Diagnostik durch zwei auf diesem Gebiet erfahrene Ärzte.
|-
|-
|5 ||Er (Prof. Talar) sagte mir, dass das Krankenhaus in Pilar Agnieszka zuerst lag, stolz darauf sei, dass es die meisten Organe in Polen liefern würde.  
|5 ||Er (Prof. Talar) sagte mir, dass das Krankenhaus in Pilar Agnieszka zuerst lag, stolz darauf sei, dass es die meisten Organe in Polen liefern würde.  
||
||Das mag für Polen stimmen, für Deutschland ist es durch das 4-Augenprinzip und die Meldestelle für Unregelmäßigkeiten völlig ausgeschlossen. Die polnischen Verhältnisse lassen sich keinesfalls auf Deutschland übertragen.
|-
|-
|5 ||Der Ehrgeiz, Organe zu liefern, konkurriere bei der Ärztin mit der Fürsorge für die ihr anvertrauten hilflosen Patienten. Eine gefährliche Güterabwägung.  
|5 ||Der Ehrgeiz, Organe zu liefern, konkurriere bei der Ärztin mit der Fürsorge für die ihr anvertrauten hilflosen Patienten. Eine gefährliche Güterabwägung.  
||
||In [[D/CH]] gibt es keine Güterabwägung und damit auch keine gefährliche Güterabwägung. Erst wenn der Hirntod nachgewiesen ist, stellt sich die Frage nach Organspende. Bis zur Feststellung des Hirntods wird alles getan, um das Leben des Patienten zu retten. Konnte dieses Ziel nicht erreicht werden und der Hirntod ist festgestellt, dann erst stellt sich die Frage nach Organspende.
|-
|-
|6 ||Sie (Organtransplantationen) bedeuten auch Ruhm und viel Geld für Transplanteure und Krankenhäuser, vor allem aber für die Pharmaindustrie. Sie verdient an den Medikamenten gegen die Abstoßung Milliarden.  
|6 ||Sie (Organtransplantationen) bedeuten auch Ruhm und viel Geld für Transplanteure und Krankenhäuser, vor allem aber für die Pharmaindustrie. Sie verdient an den Medikamenten gegen die Abstoßung Milliarden.  

Version vom 7. Februar 2014, 00:42 Uhr

Besser nicht! (37) Schattenseiten (12) tödliches Dilemma (6) Rohstofflager (8)
Herzschlagtod (33) Vorsicht Mord (8)
Hirntod und OS (36) Hirntod? Teil 1 (4) Zweifel am Hirntod (4) Hirntote (6)
Grauzone OS (8) Hirntod? Teil 2 (4) Tabu Hirntod (15) Prof. Manzei (33)
Organentnahme (2)
Lügen mit System (14) Veränderungen (1) Organraub (4)
mit List und Tücke (19) Ein Mordsgeschäft (14)

Hirntod? Teil 2 (4)

min Zitat aus dem Clip Richtigstellung
1 Professor Talar meint: Komapatienten sollen so wenig wie möglich sich selbst überlassen bleiben. Das mag ja stimmen, aber Komapatienten sind keine Hirntoten (siehe: Koma und Hirntod). Zudem gilt in Polen der Hirnstammtod und in D/A/CHder Gesamthirntod (siehe: Hirntod.
3 In der Folgezeit erfahren die Eltern von ähnlichen Fällen, in denen die Patienten schon für eine Organentnahme vorgesehen waren. Sie kontaktieren die Betroffenen. Zu ihrem Erstaunen erzählen alle die gleiche Geschichte. Da die Eltern in der Reportage Polnisch sprachen, ist davon auszugehen, dass sie nur in Polen weitere Betroffene kontaktiert haben.
4 Die Frage nach Organentnahme hatte bei scheinbar aussichtslosen Fällen System. Das mag in Polen so gewesen sein, in Deutschland ist es durch das 4-Augen-Prinzip gar nicht möglich. In D/A/CH wird nicht in ausichtslosen Fällen um Organspende angefragt, sondern bei Hirntod, bei Gesamthirntod.
4 Das Fernsehen ist gekommen und hat ein Interview mit der Chefärztin gemacht. Sie hat gesagt, Schuld seien Computerfehler. ... Computerprogramme, die dazu da sind, um über Überlebenschancen von Patienten zu taxieren, gibt es bereits. Die Gefahr besteht, dass das Programm und nicht der Arzt entscheidet letztendlich über Leben und Tod. Die Ärztin und Hirntod-Gegnerin Regina Breul forderte für die Hirntoddiagnostik immer wieder neuere Anlagen, wie z.B. MRT und PET, so auch auf dem Jahreskongress der DSO am 12.11.2013. Prof. Eckhard Nagel legte auf diesem Kongress dar, dass auch neue Geräte keine höhere Sicherheit über den Hirntod bringen, wie ein Szintigamm. Die tragende Säule der Hirntoddiagnostik ist und bleibt die klinische Diagnostik durch zwei auf diesem Gebiet erfahrene Ärzte.
5 Er (Prof. Talar) sagte mir, dass das Krankenhaus in Pilar Agnieszka zuerst lag, stolz darauf sei, dass es die meisten Organe in Polen liefern würde. Das mag für Polen stimmen, für Deutschland ist es durch das 4-Augenprinzip und die Meldestelle für Unregelmäßigkeiten völlig ausgeschlossen. Die polnischen Verhältnisse lassen sich keinesfalls auf Deutschland übertragen.
5 Der Ehrgeiz, Organe zu liefern, konkurriere bei der Ärztin mit der Fürsorge für die ihr anvertrauten hilflosen Patienten. Eine gefährliche Güterabwägung. In D/CH gibt es keine Güterabwägung und damit auch keine gefährliche Güterabwägung. Erst wenn der Hirntod nachgewiesen ist, stellt sich die Frage nach Organspende. Bis zur Feststellung des Hirntods wird alles getan, um das Leben des Patienten zu retten. Konnte dieses Ziel nicht erreicht werden und der Hirntod ist festgestellt, dann erst stellt sich die Frage nach Organspende.
6 Sie (Organtransplantationen) bedeuten auch Ruhm und viel Geld für Transplanteure und Krankenhäuser, vor allem aber für die Pharmaindustrie. Sie verdient an den Medikamenten gegen die Abstoßung Milliarden.
6 Alles in Allem: Ein gigantisches Geschäft, dass ständig weltweit expandiert.
6 Die Ärzte sollten ihren Eid nicht vergessen. Das Wichtigste ist die Lebensrettung. Aber Lebensrettung bei der Transplantation ist nicht alles, wenn der Preis dafür ist, dass andere Leben geopfert werden.
6 Weltweit herrschen verschiedene Hirntod-Definitionen. In Polen wie in England gilt der Stammhirntod, in Deutschland der Ganzhirntod. Doch macht das die Diagnose Hirntod wirklich todsicher?
7 Fehldiagnosen gibt es auch hier. Sie werden verschwiegen.
7 Zitat aus dem Deutschen Ärzteblatt des Jahres 2006: "Nicht selten werde ... der Hirntod von Ärzten in kleineren Krankenhäusern, aber auch in Unikliniken fälschlicherweise vermutet oder nicht exakt nach den Richtlinien der Bundesärztekammer festgestellt. Das DSO-Team aus Niedersachsen etwa habe bei knapp 50 Untersuchungen 21-mal den Hirntod nicht sichern können."[Anm. 1]
8-9 Das Bundesgesundheitsministerium teilte in einem Schreiben vom 3. Februar 2009 mit, Zitat: "Bis heute ist weltweit kein Fall belegt, bei dem nach sachgerechter Anwendung dieser Untersuchungsverfahren der Hirntod fälschlich festgestellt wurde oder nach sachgerechter Hirntodfeststellung eine Erholung der Hirnfunktion und damit ein Überleben Hirntoter beobachtet wurde.

Entsprechende Zweifel haben sich bisher kein einziges Mal als begründet erwiesen."

9 übrigens: Agnieszka ist kein Einzelfall.

In Polen gilt der Hirnstammtod. Damit ist jemand tot, wenn der Hirnstamm abgestorben ist. - Nach Hans-Peter Schlake und Klaus Roosen[1] ist in Polen für die Feststellung des Hirntods nur ein Arzt notwendig. In Deutschland schreibt das TPG für die Feststellung des Hirntods zwei auf diesem Gebiet erfahrene Ärzte vor.
Hier wurde in Polen(!) eindeutig eine Fehldiagnose gestellt. - Für Deutschland ist durch die strengen Vorschriften und eindeutigen Richtlinien der BÄK bisher kein solcher Fall vorgekommen und auch nicht vorstellbar.

Anhang

Anmerkungen

  1. Als Quelle wurde im Bild angegeben: C. Schaller, M. Kessler: On thd difficulty of neurosurgical end of life decisions. Journal of Medical Ethics. Februar 2006. Heft 32. S. 65-69.
    Es ist verwunderlich, dass nicht auf die eingangs verbal genannte Quelle nicht angegeben wurde: Timo Blöß: Organspenden: Stiftung in der Kritik. In: Dtsch Arztebl 2006; 103(19): A-1268 / B-1080 / C-1039. Zitiert nach: http://www.aerzteblatt.de/archiv/51328/Organspenden-Stiftung-in-der-Kritik Zugriff am 6.2.2014.

Einzelnachweise

  1. Hans-Peter Schlake, Klaus Roosen: Der Hirntod als Tod des Menschen. 2. erw. Auflage. Frankfurt 2001, Seite 61.