Sehzentrum: Unterschied zwischen den Versionen
Klaus (Diskussion | Beiträge) Keine Bearbeitungszusammenfassung |
Klaus (Diskussion | Beiträge) Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
Zeile 3: | Zeile 3: | ||
Histologisch zeichnet ihn bei Primaten die hohe Zelldichte und die vergleichsweise geringe Dicke (beim Menschen 1,5–2 mm) aus. Das [[Area]]l 17 (auch Area striata) repräsentiert unmittelbar die gegenseitige Hälfte des Gesichtsfeldes und ist "retinotop" aufgebaut, was bedeutet, dass auf der [[Netzhaut]] nebeneinander abgebildete Punkte auch hier nebeneinander liegen. Die Zellen, die die Sehgrube [https://de.wikipedia.org/wiki/Fovea_centralis Fovea] repräsentieren, sind dabei deutlich überrepräsentiert und nehmen etwa die Hälfte der [https://de.wikipedia.org/wiki/Occipitallappen#Prim.C3.A4re_Sehrinde Area striata] ein. | Histologisch zeichnet ihn bei Primaten die hohe Zelldichte und die vergleichsweise geringe Dicke (beim Menschen 1,5–2 mm) aus. Das [[Area]]l 17 (auch Area striata) repräsentiert unmittelbar die gegenseitige Hälfte des Gesichtsfeldes und ist "retinotop" aufgebaut, was bedeutet, dass auf der [[Netzhaut]] nebeneinander abgebildete Punkte auch hier nebeneinander liegen. Die Zellen, die die Sehgrube [https://de.wikipedia.org/wiki/Fovea_centralis Fovea] repräsentieren, sind dabei deutlich überrepräsentiert und nehmen etwa die Hälfte der [https://de.wikipedia.org/wiki/Occipitallappen#Prim.C3.A4re_Sehrinde Area striata] ein. | ||
Das Sehzentrum sitzt am hinteren Ende des [[Gehirns]]. Dort treffen die Signale von den Augen - über den [[Thalamus]] - zuerst ein. Die Signale sind retinotop angeordnet, d.h. ein Signal von einem bestimmten Punkt der [[Netzhaut]] wird also an einen entsprechenden Punkt des primären visuellen [[Cortex]] gesendet.<ref>Rita Carter: Das Gehirn. Anatomie, Sinneswahrnehmung, Gedächtnis, Bewusstsein, Störungen. München 2010, 35.</ref> | |||
Version vom 2. November 2018, 09:22 Uhr
Das Sehzentrum (visuelle Cortex, Sehrinde) ist derjenige Teil der Großhirnrinde, der zum visuellen System zählt, welches wiederum das visuelle Bewusstsein ermöglicht. Das Sehzentrum nimmt den Großteil des Occipitallappens des Gehirns ein. Nach der Hirnkarte von Korbinian Brodmann] (1868-1918) entsprechen ihm die Areale 17, 18 und 19. Er wird in die primäre Sehrinde (V1) und sekundäre bzw. tertiäre (assoziative, V2–V5) Bereiche unterteilt.
Histologisch zeichnet ihn bei Primaten die hohe Zelldichte und die vergleichsweise geringe Dicke (beim Menschen 1,5–2 mm) aus. Das Areal 17 (auch Area striata) repräsentiert unmittelbar die gegenseitige Hälfte des Gesichtsfeldes und ist "retinotop" aufgebaut, was bedeutet, dass auf der Netzhaut nebeneinander abgebildete Punkte auch hier nebeneinander liegen. Die Zellen, die die Sehgrube Fovea repräsentieren, sind dabei deutlich überrepräsentiert und nehmen etwa die Hälfte der Area striata ein.
Das Sehzentrum sitzt am hinteren Ende des Gehirns. Dort treffen die Signale von den Augen - über den Thalamus - zuerst ein. Die Signale sind retinotop angeordnet, d.h. ein Signal von einem bestimmten Punkt der Netzhaut wird also an einen entsprechenden Punkt des primären visuellen Cortex gesendet.[1]
Anhang
Anmerkungen
Einzelnachweise
- ↑ Rita Carter: Das Gehirn. Anatomie, Sinneswahrnehmung, Gedächtnis, Bewusstsein, Störungen. München 2010, 35.