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min | Zitat aus dem Clip | Richtigstellung |
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1 | Professor Talar meint: Komapatienten sollen so wenig wie möglich sich selbst überlassen bleiben. | |
3 | In der Folgezeit erfahren die Eltern von ähnlichen Fällen, in denen die Patienten schon für eine Organentnahme vorgesehen waren. Sie kontaktieren die Betroffenen. Zu ihrem Erstaunen erzählen alle die gleiche Geschichte. | |
4 | Die Frage nach Organentnahme hatte bei scheinbar aussichtslosen Fällen System. | |
4 | Das Fernsehen ist gekommen und hat ein Interview mit der Chefärztin gemacht. Sie hat gesagt, Schuld seien Computerfehler. ... Computerprogramme, die dazu da sind, um über Überlebenschancen von Patienten zu taxieren, gibt es bereits. Die Gefahr besteht, dass das Programm und nicht der Arzt entscheidet letztendlich über Leben und Tod. | |
5 | Er (Prof. Talar) sagte mir, dass das Krankenhaus in Pilar Agnieszka zuerst lag, stolz darauf sei, dass es die meisten Organe in Polen liefern würde. | |
5 | Der Ehrgeiz, Organe zu liefern, konkurriere bei der Ärztin mit der Fürsorge für die ihr anvertrauten hilflosen Patienten. Eine gefährliche Güterabwägung. | |
6 | Sie (Organtransplantationen) bedeuten auch Ruhm und viel Geld für Transplanteure und Krankenhäuser, vor allem aber für die Pharmaindustrie. Sie verdient an den Medikamenten gegen die Abstoßung Milliarden. | |
6 | Alles in Allem: Ein gigantisches Geschäft, dass ständig weltweit expandiert. | |
6 | Die Ärzte sollten ihren Eid nicht vergessen. Das Wichtigste ist die Lebensrettung. Aber Lebensrettung bei der Transplantation ist nicht alles, wenn der Preis dafür ist, dass andere Leben geopfert werden. | |
6 | Weltweit herrschen verschiedene Hirntod-Definitionen. In Polen wie in England gilt der Stammhirntod, in Deutschland der Ganzhirntod. Doch macht das die Diagnose Hirntod wirklich todsicher? | |
7 | Fehldiagnosen gibt es auch hier. Sie werden verschwiegen. | |
7 | Zitat aus dem Deutschen Ärzteblatt des Jahres 2006: "Nicht selten werde ... der Hirntod von Ärzten in kleineren Krankenhäusern, aber auch in Unikliniken fälschlicherweise vermutet oder nicht exakt nach den Richtlinien der Bundesärztekammer festgestellt. Das DSO-Team aus Niedersachsen etwa habe bei knapp 50 Untersuchungen 21-mal den Hirntod nicht sichern können."[Anm. 1] | |
8-9 | Das Bundesgesundheitsministerium teilte in einem Schreiben vom 3. Februar 2009 mit, Zitat: "Bis heute ist weltweit kein Fall belegt, bei dem nach sachgerechter Anwendung dieser Untersuchungsverfahren der Hirntod fälschlich festgestellt wurde oder nach sachgerechter Hirntodfeststellung eine Erholung der Hirnfunktion und damit ein Überleben Hirntoter beobachtet wurde. Entsprechende Zweifel haben sich bisher kein einziges Mal als begründet erwiesen." |
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9 | übrigens: Agnieszka ist kein Einzelfall. | |
In Polen gilt der Hirnstammtod. Damit ist jemand tot, wenn der Hirnstamm abgestorben ist. - Nach Hans-Peter Schlake und Klaus Roosen[1] ist in Polen für die Feststellung des Hirntods nur ein Arzt notwendig. In Deutschland schreibt das TPG für die Feststellung des Hirntods zwei auf diesem Gebiet erfahrene Ärzte vor.
Hier wurde in Polen(!) eindeutig eine Fehldiagnose gestellt. - Für Deutschland ist durch die strengen Vorschriften und eindeutigen Richtlinien der BÄK bisher kein solcher Fall vorgekommen und auch nicht vorstellbar.
Anhang
Anmerkungen
- ↑ Als Quelle wurde im Bild angegeben: C. Schaller, M. Kessler: On thd difficulty of neurosurgical end of life decisions. Journal of Medical Ethics. Februar 2006. Heft 32. S. 65-69.
Es ist verwunderlich, dass nicht auf die eingangs verbal genannte Quelle nicht angegeben wurde: Timo Blöß: Organspenden: Stiftung in der Kritik. In: Dtsch Arztebl 2006; 103(19): A-1268 / B-1080 / C-1039. Zitiert nach: http://www.aerzteblatt.de/archiv/51328/Organspenden-Stiftung-in-der-Kritik Zugriff am 6.2.2014.
Einzelnachweise
- ↑ Hans-Peter Schlake, Klaus Roosen: Der Hirntod als Tod des Menschen. 2. erw. Auflage. Frankfurt 2001, Seite 61.