Autoantikörper

Aus Organspende-Wiki
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Autoantikörper (AAk) sind [[Antikörper], die ein körpereigenes Antigen binden. Autoantikörper sind ein charakteristisches Merkmal von Autoimmunerkrankungen, sind aber beispielsweise auch nachweisbar bei Krebs oder bei Krankheiten, die mit einem chronischen Verlust an Körperzellen verbunden sind. Sie können dabei entweder an der Entstehung der Erkrankung ursächlich beteiligt sein, den Verlauf beeinflussen oder aber nur als Begleitphänomen ohne Relevanz für das klinische Bild auftreten. Für eine Reihe von Autoimmunerkrankungen ist die Rolle der identifizierten Autoantikörper umstritten oder noch nicht vollständig geklärt.

Autoantikörper sind vor allem für diagnostische Zwecke von Interesse. Zum einen ermöglichen sie die Absicherung einer Verdachtsdiagnose bei unspezifischen Symptomen. Darüber hinaus kann ihr Nachweis auch zur Unterstützung bei der Differentialdiagnose zwischen verschiedenen Formen einer Erkrankung genutzt werden, wie beispielsweise bei der Unterscheidung zwischen Typ-1- und Typ-2-Diabetes. Bei einigen Erkrankungen sind Autoantikörper ein wichtiger diagnostischer Parameter zur Verlaufskontrolle. Auch eine prädiktive Diagnostik, basierend auf dem Nachweis spezifischer Autoantikörper noch vor dem Auftreten von klinischen Symptomen, ist bei einigen Erkrankungen möglich. Einige Autoantikörper treten allerdings bei verschiedenen Erkrankungen auf, so dass für eine spezifische Diagnose in diesem Fall weitere Parameter notwendig sind.

Therapeutische Ansätze, deren Ziel die Unterdrückung oder Reduzierung von Autoantikörpern ist, befinden sich für einige Erkrankungen in der klinischen Erprobung.


Anhang

Anmerkungen


Einzelnachweise