Signs of Life 2009

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Am 19.02.2009 fand in Rom die Tagung "Signs of Life" statt.[1]

Hierbei hielten 16 Kritiker aus der ganzen Welt Vorträge.[1]

Paul Byrne war einer der Hauptredner. Er sprach vom "Kannibalismus" der Mediziner, die hilflose, sterbende Menschen wie Sklaven ausbeuten.[1] Er war auch der Organisator der Konferenz.[2]

10 Redner nannten auf der "Signs of Life"-Konferenz, die in der Nähe des Vatikans in Rom stattfand, ihre Argumente gegen das Hirntodkonzept.[2]

Die Organisatoren rechneten mit höchstens 100 Teilnehmer. Gekommen waren über 170 Personen aus der ganzen Welt. Die Redner kamen aus Quebec, Alberta, Ontario, Deutschland, Polen, den USA, Brasilien und Italien. Der Konferenzsaal war bis auf die Stehplätze voll, nur mit Ärzten, Geistlichen, Studenten, Journalisten und Akademikern. Unter den Geistlichen befanden sich auch zwei hohe Beamte der vatikanischen Kurie: Francis Kardinal Arinze, der Leiter der Kongregation für den Gottesdienst, und Sergio Kardinal Sebastiani, der emeritierte Präsident der Präfektur für wirtschaftliche Angelegenheiten des Heiligen Stuhls. Zwei hochrangige Mitglieder der Kongregation für die Glaubenslehre waren ebenfalls anwesend.[2]

Die Konferenz "Zeichen des Lebens" wurde von verschiedenen Pro-Life-Organisationen gesponsert, darunter Human Life International, die Northwest Ohio Guild der Catholic Medical Association, die American Life League und die italienische Organisation Associazione Famiglia Domani.[2]

Prof Coimbra sagte auf diesem Kongress wörtlich:
'Zuerst möchte ich glasklar sagen, dass einige Patienten, die für hirntot erklärt wurden, wieder gesund werden und ein normales Leben führen könnten, wenn Sie nicht dem Apnoe-Test ausgesetzt würden, und wenn Sie eine richtige Behandlung bekommen würden. Ich möchte das wirklich ganz klar machen. Mit anderen Worten: Durch diese sogenannten diagnostischen Tests, die durchgeführt werden, um sicher zu stellen, dass die Patienten tot sind, töten wir sie.'[3]

Die Transplantationsmedizin würde auf diesen Pfeilern ruhen:[1]

  1. Der Tod wird aus der Familie gedrängt, gestorben wird im Krankenhaus. Es dominiert das Diesseits. Das Sterben ist fremd geworden, mit Angst besetzt und wird verdrängt. Viele Alte und Sterbende werden ins Altersheim und dann ins Krankenhaus abgeschoben. Und dort herrschen für die Familien unbekannte (Krankenanstalten-) Gesetze und mächtige, verdeckte Interessen.
  2. Die Medizin nutzt eine Generalvollmacht der Gesellschaft aus, um den Todeszeitpunkt zweckgerichtet umzudefinieren.
  3. Die Politik beschließt Gesetze, die Selbstbestimmung und Menschenwürde untergraben.
  4. Die Politik beschließt Gesetze, die Selbstbestimmung und Menschenwürde untergraben.
  5. Die Wirtschaft macht gute Geschäfte.

Meldungen

Werner Schell: Hirntod - Internationale Konferenz in Rom.[4] Darin heißt es:

"Am 19. Februar fand in Rom im Hotel Columbus, 100 m vom Petersplatz entfernt, ein internationaler Kongress zum Thema 'Zeichen des Lebens - ist der Hirntod noch Leben?' statt. Veranstaltet und organisiert wurde die Konferenz auf Initiative von Dr. Paul Byrne durch die 'Assoziatione Famiglia Domani', unterstuetzt durch verschiedene Gruppen, besonders aus den USA, und auch vom Verein 'KAO - Kritische Aufklaerung ueber Organtransplantation e.V.' aus Deutschland."

" Die Veranstaltung war eine Antwort besonders von katholischen Wissenschaftlern auf eine bei einem Kongress zur Transplantationsmedizin am 7. November 2008 gehaltene Rede von Papst Benedikt XVI, die von vielen als unzureichend, von anderen aber als klar angesehen wurde. Der Papst hatte bei dem Kongress gesagt, Organe duerften nur 'ex cadavere' entnommen werden - nur von wirklich Toten. Das Prinzip der 'Vorsicht' habe Vorrang vor dem Wunsch, moeglichst viele Organe zu entnehmen. Da der Papst sich jedoch nicht zum 'Hirntod' geaeussert hatte, d. h. die Definition, wonach die Organe fuer eine Transplantation entnommen werden duerfen, also weiterhin den Medizinern ueberlaesst, habe z. B. die Deutsche Bischofskonferenz einen 'Freibrief zur Organentnahme' herausgelesen, erklaerte KAO in einer Pressemitteilung vom 25. Februar."

"Auf der Konferenz vergangene Woche, die laut KAO-Bericht mit etwa 200 Leuten doppelt so viele Teilnehmer hatte als angenommen, stellten die internationalen Experten fest, der 'Hirntod' sei weder ein wissenschaftlich belegbarer Begriff, noch sei er wirklicher Tod. Die Definition nuetze niemals dem Patienten, sondern immer nur anderen, so das Fazit der Experten. Teilnehmer mit einem Redebeitrag waren u. a. Prof. Dr. John Andrew Armour, Neurokardiologe von der Universitaet Montreal, Rosangela Barcaro, Forscherin an der Rechtsfakultaet der Univ. Genua und Mitglied des Nationalen Forschungsrates in Italien, und Rainer Beckmann, Richter, Lehrbeauftragter fuer Medizinrecht an der Medizinischen Fakultaet Mannheim der Universitaet Heidelberg und Chefredakteur der 'Zeitschrift fuer Lebensrecht'. Des weiteren sprachen Prof. Dr. Paul Byrne, Neonatologe an der Universitaet Toledo/Ohio, Direktor am St. Charles Mercy Hospital Oregon/Ohio, Prof. Roberto de Mattei, Historiker an der Europaeischen Universitaet Rom und Vizepraesident des Nationalen Forschungsrates in Italien, Prof. Dr. Cicero Coimbra, Neurologe an der Universitaet von Sao Paulo, Brasilien, sowie Prof. Dr. Josef Seifert, Rektor der Internationalen Akademie fuer Philosophie Liechtenstein und Mitglied der 'Paepstlichen Akademie fuer das Leben' sowie Prof. Dr. Joseph Verheijde, Mayo-Klinik, Professor an der Universitaet von Arizona.

"An Hand zahlreicher Beispiele belegte Prof. Dr. Byrne, dass die Transplantationsmedizin auch noch Lebende zur Explantation bestimmt. Einige ueberlebten, weil die Angehoerigen wachsam waren. Zusammenfassend sprach er von 'Kannibalismus' der Mediziner, die hilflose Menschen der 'Sklaverei' aussetzten, indem sie sie per 'Hirntod'-Erklaerung rechtlos und durch Medikamente willenlos machten. "Das Argument der guten Konsequenzen kann niemals den Tod anderer rechtfertigen", erklaerte Prof. Seifert." Siehe: lebende Hirntote, Diffamierung

"Der immer angewandte Apnoetest - Aussetzung der kuenstlichen Beatmung - fuehre in 50% der Faelle zu dem Tod, der erst mittels des Tests festgestellt werden sollte. Besonders aufruettelnd: Ein als 'hirntot' Erklaerter duerfe nicht wieder aufwachen, weil die Aerzte sonst verklagt werden."

"Der Neurokardiologe Prof. John Armour naeherte sich dem Thema vom Herzen aus. Wer behaupte, das Herz sei abhaengig vom Gehirn, ignoriere die Forschungsergebnisse. Zum Herzen selbst gehoerten etwa 20 000 Neuronen - 'ein kleines Hirn', das zahlreiche Herzfunktionen direkt steuere. Also koenne das Hirnversagen nicht mit dem Tod des Menschen gleichgesetzt werden. Klar und eindrucksvoll widerlegte der Richter Rainer Beckmann aus Wuerzburg mit juristischer Argumentation die Behauptung, ein Mensch im Hirnversagen sei ein toter Mensch. Begruendete Zweifel muessten dazu fuehren, 'hirntote' Patienten als Lebende zu behandeln."

"Im Anschluss an die Vortraege fand noch eine Podiumsveranstaltung statt. Hier sprach Renate Greinert als Vertreterin von KAO von der Situation der Angehoerigen, die ihrer Ansicht nach in einer ausweglosen Lage ausgenutzt und belogen werden. Sie wuenschte sich eine internationale Vernetzung der Hirntodkritiker. Diese werde um Dr. Paul Byrne herum stattfinden, der den internationalen Austausch koordinieren wird, erklaerte KAO. Einzelpersonen, Gruppen und Vereinigungen wollen sich so gegenseitig informieren und unterstuetzen. Am Anfang sind Vertreter aus Italien, Deutschland, USA, Oesterreich, Grossbritannien, Kanada, Brasilien und Australien daran beteiligt. Die Hoffnung gehe dahin, dass der Kreis schnell groesser wird."

Anhang

Anmerkungen


Einzelnachweise

  1. a b c d Andreas Kirchmair: Der hohe Preis der Transplantationsmedizin. In: Der Standard (30.10.2012). Nach: https://www.derstandard.at/story/1350259866056/der-hohe-preis-der-transplantationsmedizin Zugriff am 10.10.2020.
  2. a b c d Hilary White: Pro-Life Conference on "Brain Death" Criteria Will Have Uphill Climb to Sway Entrenched Vatican Position. (26.02.2009) Nach: https://lifeguardianfoundation.org Zugriff am 10.10.2020. Übersetzt von deepl.com
  3. Nach: https://www.engelweisendirdenweg.de/spirituelle-aspekte-der-organspende-und-organtransplantation Zugriff am 10.10.2020.
  4. Werner Schell: Hirntod - Internationale Konferenz in Rom. (01.03.2009) Nach: https://www.wernerschell.de/forum/neu/viewtopic.php?t=11175 Zugriff am 07.01.2021.