Spenderegister
"Danach erhält jeder, der sich für den Fall des Hirntods zur Organspende bereit erklärt, einen Bonus (Zusatzpunkte) auf einer Dringlichkeitsliste, sollte er selbst einmal in die schwierige Lage kommen, das sei Leben nur durch eine Organtransplantation gerettet werden kann. Diese Regelung wird beispielsweise in Israel, Singapur und Chile praktiziert. Erst die Zustimmungslösung mit Priorisierung hat dort zu einer signifikanten Steigerung der Spendenquote von 48 auf fast 70 Prozent geführt."[1]
Israel
In Israel wollte ein Rabbi zwar für sich ein benötigtes Organ, war aber selbst nicht bereit, im Falle seines Hirntodes Organe zu spenden. Dies ärgerte die Ärzte, dass ein religiöser Führer - und damit Vorbild für andere Menschen - solch ein Egoist ist. Die Ärzte bewirkten, dass in Israel ein Spenderegister eingeführt wurde:
Wer zur Organspende bereit ist, lässt sich in das Spenderegister eintragen. Wenn er selbst ein Organ benötigt, erhält er für jedes Jahr im Spenderegister Bonuspunkte bei der Allokation. Dadurch wird er bei der Zuteilung der Organe gegenüber einem anderen Menschen, der nicht zur Organspende bereit ist, bevorzugt. - Die Einführung eines solchen Spenderegisters würde zwar keine Clubregelung bedeuten, es würde aber den Menschen deutlich machen, dass Organtransplantation eine Gemeinschaftsaufgabe ist, die jeden Bürger angeht.
Anhang
Anmerkungen
Einzelnachweise
- ↑ Veronika Bellmann: Meine Rede zum Thema Organspende. (17.01.2020). Nach: https://www.veronika-bellmann.de/meine-rede-zum-thema-organspende Zugriff am 10.10.2020.