Erdmute Wittmann

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Erdmute Wittmann war 2013 Pfarrerin im Ruhestand.[1]

Schriften

Schlag nach bei Kant (06.03.2018)

Am 06.03.2018 veröffentlichte Erdmute Wittmann in der SZ den Leserbrief "Schlag nach bei Kant".[2] Darin heißt es:

Was ist daran mutig, wenn die Regierung eines Landes die Widerspruchslösung einführt und der Staat "automatisch" über den Körper eines sterbenden Menschen mit Hilfe der Medizin verfügt?

Siehe: Widerspruchsregelung und Notstandsregelung

Aber sprachliche Ungenauigkeiten gehören seit Langem zum Repertoire der Befürworter der Transplantationsmedizin ...

Siehe: Halb- und Unwahrheiten

... dass sie in Würde und Ruhe sterben dürfen.

Siehe: Todesverständnis

Überdies ist nicht davon auszugehen, dass es nur in Deutschland verwerfliche Manipulationen gegeben hat. Wie viele Skandale in anderen Ländern unter den (OP-)Tisch gekehrt werden, erfährt man nicht oder nur, wenn man wie der Verein Kritische Aufklärung über Organtransplantation intensiv die internationale Berichterstattung verfolgt.

Siehe: Verschwörungstheorie

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Der Mensch – (k)ein Geheim­nis oder die Zwick­müh­le Got­tes (19.10.2013)

Erdmute Wittmann veröffentlichte bei den KAO-Schriften den Artikel "Der Mensch – (k)ein Geheim­nis oder die Zwick­müh­le Got­tes".[3] Darin heißt es:

Soll er jetzt einen gesun­den Men­schen auf der Höhe sei­nes Lebens schwer ver­un­glü­cken lassen, den Sohn der Fami­lie Mey­er, den Sohn der Fami­lie Grei­nert, den Sohn der Fami­lie Focke, damit ein ande­rer sei­ne Orga­ne bekommt?

Gott ließ diese mit Sicherheit nicht aktiv verunglücken. Das Problem ist, wir würden gerne das erfahrene Leid verstehen. Wir suchen nach einer Erklärung, zuweilen auch nach einem Schuldigen. Doch Gott ist hier nicht der Schuldige.

Wir wis­sen, dass mit einem sol­chen Ver­spre­chen Erwar­tun­gen geweckt wer­den, die oft­mals gar nicht ein­ge­löst wer­den, weil die Organ­emp­fän­ger zu chro­nisch Kran­ken gemacht wer­den.
Zufriedenheit der Transplantierten
Frage: Wie sehen Sie heute Ihre TX an?[4]

A = stimmt / B = stimmt eher / C = eher falsch / D = falsch (n = 203)

Aussage (in %) A B C D o.A.
Die TX war für Sie ein wahres Geschenk. 89,7 3,9 0,5 0,5 5,4
Die TX verbesserte Ihre Lebensqualität. 82,8 8,4 1,0 1,0 6,9
Die TX bewahrte sie vor drohendem Tode. 72,9 10,3 6,9 4,4 5,4
Die TX würden Sie jederzeit wiederholen. 70,0 13,8 4,4 3,4 8,4
Die TX ist eine Zumutung, von der Sie abraten. 3,9 3,4 5,9 78,8 7,9
Die TX hat Ihr Leben eindeutig positiv beeinflusst. 77,8 12,3 2,0 1,0 6,9

Im Winterhalbjahr 2014/2015 wurde von Klaus Schäfer unter Transplantierten eine Online-Umfrage durchgeführt. Dachverbände der Transplantierten gaben den Link zum Online-Fragebogen an ihre Mitglieder weiter. Insgesamt nahmen 203 Transplantierte an dieser Umfrage teil. Hiervon hatten 28,6% ein Herz transplantiert, 24,1% eine Niere, 21,7% eine Lunge und 17,2% eine Leber.

Zu ihrer Zufriedenheit über die durchgeführte TX antworteten die 203 Transplantierten:
Für 89,7% der Transplantierten war die TX ein wahres Geschenk, die bei 82,8% der Transplantierten die Lebensqualität verbesserte und bei 77,8% der Transplantierten das Leben eindeutig positiv beeinflusst hat.
72,9% der Transplantierten hat die TX vor dem drohenden Tode bewahrt. 70,0% der Transplantierten würde die TX jederzeit wiederholen.
Der Aussage von Werner Hanne, dass TX eine Zumutung sei, von der abzuraten sei, stimmten 3,9% zu und lehnten 78,8% ab.

Es gibt bei der TX auch "Verlierer", d.h. ihnen geht es nach der TX schlechter als vor der TX. Dies soll nicht verschwiegen werden. Ihr Anteil ist jedoch kleiner 5%.

Über 70% - politisch ist das mehr als eine 2/3-Mehrheit; damit bekommt man sogar eine Grundgesetzänderung durch - der Transplantierten bewerten ihre TX positiv, weniger als 5% negativ.

TX ist damit eindeutig ein medizinischer Erfolg.

Damit sind die Mitleidsbekundungen einiger Kritiker reine Fehlinformationen oder gar geheuchelte Krokodilstränen.

Die­se Heils­bot­schaft hat nur all­zu vie­le maß­geb­li­che Füh­rungs­per­sön­lich­kei­ten in den Kir­chen dazu ver­führt, unbe­dacht auf einen Zug auf­zu­sprin­gen, der von Athe­is­ten mit einer mate­ria­lis­tisch- posi­ti­vis­ti­schen Welt­an­schau­ung und einer uti­li­ta­ris­ti­schen Ethik in Gang gesetzt wur­de, um eine bis­her gül­ti­ge Tabu­bar­rie­re zu durch­bre­chen.

Siehe: Verschwörungstheorie

Füh­ren­de Kir­chen­leu­te offe­rier­ten denn auch sofort das Gebot der Nächs­ten­lie­be, des­sen ursprüng­li­che Inten­ti­on gar nicht auf die Organ­spen­de ange­wen­det wer­den kann. Mit der Versicherung, es hand­le sich um einen Akt der Nächs­ten­lie­be, wird die­ser Tabu­bruch gegen­über dem poten­ti­el­len spen­den­be­rei­ten Bür­ger und sei­nen Ange­hö­ri­gen schön gere­det.

Warum soll es kein Akt der Nächstenliebe sein?

Wenn der Ver­fas­ser die reli­giö­se Ver­ein­nah­mung durch mili­tä­ri­sche Aktio­nen im Auge hat­te, so haben auch füh­ren­de Theo­lo­gen sich geschichts­ver­ges­sen einer Kriegs­rhe­to­rik bedient, die den 'Hel­den­tod' der Söh­ne des Vater­lan­des auf man­chen Gedenk­ta­feln mit dem Satz aus dem Johan­nes-Evange­li­um reli­gi­ös über­höht: 'Nie­mand hat grö­ße­re Lie­be als die, dass er sein Leben lässt für sei­ne Freun­de.'

Kein Organspender starb, damit er seine Organe spenden konnte. Er starb den Hirntod. Weil er selbst oder seine Hinterbliebenen der Organspende zugestimmt haben, wurden die Organe entnommen und damit anderen Menschen vor ihrem drohenden Tod gerettet.

Prof. Kirs­te wört­li­ches Zitat: 'Bei opti­ma­lem Mel­de­ver­hal­ten lie­ßen sich 400 Spen­der pro Mil­li­on Ein­woh­ner im Jahr rekru­tie­ren.'

Im Ärzteblatt vom 08.07.2011 heißt es: "Bei optimalem Meldeverhalten ließen sich 40 Organspender pro Million Einwohner im Jahr rekrutieren“, sagte Kirste."[5]

Ich habe kei­nen Kör­per, ich bin Kör­per, bzw. Leib.
Aber füh­ren­de Theo­lo­gen haben sich von die­sem christ­li­chen Men­schen­bild eil­fer­tig verabschie­det. Wie also die bibli­sche Anthro­po­lo­gie plötz­lich kom­pa­ti­bel gemacht wer­den kann mit dem mate­ria­lis­ti­schen, angeb­lich wis­sen­schaft­li­chen Bild vom Men­schen, der durch den sog. Hirn­tod („inner­lich ent­haup­tet“ ) sein Mensch­sein ver­liert, ist für mich theo­lo­gisch nicht nach­voll­zieh­bar.

Siehe: Menschenbild

Man kann die­ses Ich nicht irgend­wo ver­or­ten, auch nicht im Gehirn.

Ohne Gehirn - siehe: Autolyse - ist der Mensch nur noch Körper. Siehe: Menschenbild

Die mensch­li­che Leben­dig­keit an die Hirn­funk­ti­on zu bin­den, ist schöp­fungs­theo­lo­gisch äußerst frag­wür­dig.

Wieso?

Wie könn­ten wir als Theo­lo­gen akzep­tie­ren, dass einem Men­schen die­ser wich­ti­ge letz­te Abschnitt zer­stü­ckelt und die Abrun­dung sei­nes Lebens ver­hin­dert wird, damit man sei­ne Orga­ne her­aus­schnei­den kann?

Indem wir den pathophysiologische Zustand Hirntod und seine athropologische Tragweite verstehen.

Es kann nicht das allei­ni­ge Ziel der Kli­nik­seel­sor­ge sein, gegen das Ster­ben zu arbei­ten und sich zur Gehil­fin der Trans­plan­ta­ti­ons­me­di­zi­ner zu machen.

Es kann nicht Ziel von Theologen sein, mit den Erkenntnissen der Vergangenheit die Moderne erklären zu wollen.

Der Ster­ben­de hat ein Recht auf eine unge­stör­te End­pha­se.

Siehe: Sterbebegleitung

Die Ange­hö­ri­gen haben ein Recht dar­auf, dass ihre Trau­er nicht gestört – oder soll ich sagen – ver­stört wird, weil sie sich von einem gelieb­ten Men­schen ver­ab­schie­den müs­sen, der in ihrer Wahr­neh­mung gar nicht tot ist.

Jeder hat die Freiheit, zur Organspende "Nein" zu sagen.

Um inner­lich zur Ruhe zu kom­men, brau­chen Ange­hö­ri­ge die Gewiss­heit, dass der Mensch, den sie lie­ben, wirk­lich tot ist. Ohne die­se Gewiss­heit wer­den sie u. U. von schlim­men Fan­ta­si­en ver­folgt, ganz zu schwei­gen von der spä­ten Ein­sicht, dass sie den gelieb­ten Men­schen in sei­ner schwächs­ten Stun­de allein gelas­sen haben.

Siehe: Todesverständnis

Ich fin­de sie beson­ders gut aus­ge­drückt in einem Gebet des fran­zö­si­schen Mathematikgenies Blai­se Pas­cal: 'Herr, ich bit­te weder um Gesund­heit noch um Krank­heit, weder um Leben noch um Tod, son­dern dar­um, dass du über mei­ne Gesund­heit und mei­nen Tod ver­fügst zu dei­ner Ehre und zu mei­nem Hei­le. Du allein weißt, was mir dien­lich ist. – Du allein bist der Herr, tue, was du willst.'

Sind auch die Leute von KAO und ihrem sozialen Umfeld bereit, für sich diese Worte anzunehmen?

Wir wis­sen nicht, was in einem Men­schen geschieht, wenn er sich auf die­sen letz­ten Weg macht, der Stun­den, viel­leicht Tage dau­ern kann.

Wir wissen aber, dass Hirntoten die physiologische Grundlage für Bewusstsein genommen ist und ihm daher Denken, Wahrnehmung und Bewusstsein erloschen ist.

Wir rüh­ren hier an ein letz­tes Geheim­nis und wis­sen sehr wenig davon, was Gott auf die­sem letz­ten Weg zu wir­ken ver­mag. Nah­tod­erfah­run­gen las­sen uns etwas davon ahnen. Opfern wir die­ses Geheim­nis auf dem Schlacht­feld Ope­ra­ti­ons­saal?

NTE erfolgten noch im Leben und können auch künstlich, fern vom Tod, erzeugt werden. - "Schlacht­feld Ope­ra­ti­ons­saal" ist eindeutig die oben kritisierte "Kriegs­rhe­to­rik".

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Anhang

Anmerkungen


Einzelnachweise

  1. https://initiative-kao.de/der-mensch-kein-geheimnis-oder-die-zwickmuehle-gottes Zugriff am 23.12.2019.
  2. Erdmute Wittmann: Den Bürgern reinen Wein einschenken. In: SZ (06.03.2018). Nach: https://www.sueddeutsche.de/kolumne/organspende-den-buergern-reinen-wein-einschenken-1.3894155 Zugriff am 23.12.2018.
  3. Erdmute Wittmann: Der Mensch – (k)ein Geheim­nis oder die Zwick­müh­le Got­tes. Nach: xyzs://initiative-kao.de/der-mensch-kein-geheimnis-oder-die-zwickmuehle-gottes Zugriff am 23.12.2019.
  4. Klaus Schäfer: Leben - dank dem Spender. Ergebnisse aus Umfragen unter 203 Transplantierten. Karlsruhe 2013.
  5. https://www.aerzteblatt.de/pdf.asp?id=97285 Zugriff am 23.12.2019.