Citratzyklus
Der Citratzyklus (Zitratzyklus, Citronensäurezyklus, Tricarbonsäurezyklus, Krebs-Zyklus, Szent-Györgyi-Krebs-Zyklus) ist ein Kreislauf biochemischer Reaktionen, der eine wichtige Rolle im Stoffwechsel (Metabolismus) aerober Zellen von Lebewesen spielt und hauptsächlich dem oxidativen Abbau organischer Stoffe zum Zweck der Energiegewinnung und der Bereitstellung von Zwischenprodukten für Biosynthesen dient. Das beim Abbau von Fetten, Zuckern, Alkohol und Aminosäuren als Zwischenprodukt entstehende Acetyl-CoA wird darin zu Kohlenstoffdioxid (CO2) und Wasser (H2O) abgebaut. Dabei werden sowohl für den Aufbau organischer Körperbestandteile des Lebewesens (Anabolismus) nutzbare Zwischenprodukte gebildet wie auch direkt und indirekt Energie in biochemisch verfügbarer Form (als ATP) zur Verfügung gestellt.
Der Citratzyklus läuft bei Eukaryoten in der Matrix der Mitochondrien, bei Prokaryoten im Zytoplasma ab. Eine umgekehrte Reaktionsfolge findet im sogenannten reduktiven Citratzyklus statt, der zur Kohlenstoffdioxid-Assimilation mancher Bakterien dient.
"In den Citratzyklus treten alle für die Energieerzeugung verwendbaren Moleküle aus dem Abbau der Kohlenhydrate, Fette und Proteine ein. Sie werden hier vollständig zu CO2 oxydiert."[1]
Der Citratzyklus läuft in den Mitochondrien ab. Er beginnt mit dem Eintritt einer Acetyleinheit aus zwei C-Atomen, welche eine Verbindung mit Oxylacetat (4 Kohlenstoffatome) eingeht. Es entsteht Citrat (6 Kohlenstoffatome).
Anhang
Anmerkungen
Einzelnachweise
- ↑ Hermann Bünte, Klaus Bünte: Das Spektrum der Medizin. Illustriertes Handbuch von den Grundlagen bis zur Klinik. Stuttgart 2004, 336.